Apple gegen Apfelkind: Größenwahnsinniger Weltkonzern gegen kleine Cafébesitzerin?

Von Arno Lampmann, 3. November 2011

Laut zahlreicher Berichte im Netz streitet sich das allseits bekannte Unternehmen Apple zur Zeit mit einer Cafébesitzerin aus Bonn. Letztere betreibt unter dem Namen Apfelkind ein Familiencafé und verwendet dafür das oben links ersichtliche Logo.

Da ihr das Logo “so gut gefiel”, wollte sie es sich schützen lassen und meldete es als Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt an, heisst es.

Seit dem 28.4.2011 ist die entsprechende Wort-/Bildmarke unter der Registernummer 3020100617829 beim DPMA jedenfalls eingetragen.

Auf diese Eintragung wurde Apple offenbar aufmerksam, legte gegen die Markeneintragung Widerspruch ein und schrieb die frischgebackene Markeninhaberin an und forderte sie auf, die Markenanmeldung zurückzunehmen und auf die Verwendung des Logos zu verzichten. Die so angemeldete Marke greift nach Auffassung Apples rechtswidrig in die Markenrechte des Weltkonzerns ein, der den berühmten angebissenen Apfel für sich weiträumig hat schützen lassen. Es stehen sich demnach die folgenden Zeichen gegenüber:

Vor dem Hintergrund des Mottos “zwei Juristen drei Meinungen” dürfte der Ausgang der rechtlichen Auseinandersetzung ziemlich offen sein. Somit eigentlich ein gewöhnlicher Streit, wie er zwischen Unternehmen, die ihre Marken verteidigen wollen, grundsätzlich an der Tagesordnung ist.

Ist Apple größenwahnsinnig?

Wäre da nicht die tolle Story hinter dem Vorgang: Auf der einen Seite der mächtige Weltkonzern Apple und auf der anderen Seite das kleine beschauliche Familiencafé in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Die “David gegen Goliath”-Situation ist natürlich der perfekte Aufhänger für eine Pressemeldung. Unter Überschriften wie zum Beispiel “Äpfelchen gegen Apple” oder “Ich dachte, die veräppeln mich” findet der geneigte Leser auch zahlreiche Artikel, die sich mit dem entsprechenden Einschlag mit dem Thema beschäftigen.

Eine Suche mit den Suchbegriffen “Apple” und “Apfelkind” auf google.com zeigt, dass sich der Fall bereits über die Landesgrenzen hinaus sogar bis in die USA herumgesprochen hat.

In verschiedenen Interviews wie zum Beispiel www.welt.de kommt die Cafébesitzerin Christin Römer zu Wort und teilt mit, dass sie das Vorgehen von Apple “unsympathisch” finde. Auch so eine große Firma wie Apple müsse aufpassen, dass sie nicht irgendwann “größenwahnsinnig” werde. Sie bekomme E-Mails aus der ganzen Welt von Leuten, die ihr ihre Hilfe anböten.

Wer veräppelt wen?

Beleuchtet man den Fall in rechtlicher Hinsicht näher, so fällt zunächst auf, dass für eine firmenmäßige Benutzung eines Zeichens die Eintragung einer Marke überflüssig ist. Denn ein firmenmäßiger Gebrauch eines Zeichens stellt keine markenmäßige Nutzung dar, wie es für zum Beispiel für eine rechtserhaltende Benutzung der Marke erforderlich wäre. Mit anderen Worten, Frau Römer könnte ihr beschauliches Kindercafé auch ohne die Eintragung einer Marke ungestört betreiben und wäre mit Benutzungsaufnahme auch für den jeweiligen regionalen Bereich umfassend gegen Nachahmer geschützt.

Schaut man sich die Eintragung der Marke Apfelkind näher an, so wird klar, dass die Geschäftsidee von Frau Römer sich aber offensichtlich nicht in dem Betrieb eines kleinen Cafés erschöpft. An dem umfangreichen Waren und Dienstleistungsverzeichnis der Marke ist erkennbar, dass Frau Römer Größeres plant.

Die Marke Apfelkind entfaltet nämlich Schutz für die folgenden Waren und Dienstleistungen:

Klasse(n) Nizza 16:
gedruckte Bildmaterialien zur Vervielfältigung (soweit in Klasse 16 enthalten); Zeichnungen; Aufkleber; Papier- und Schreibwaren; Stempel; Einbände; Karten; Schreibetuis

Klasse(n) Nizza 18:
Einkaufstaschen; Geldbörsen; Handtaschen; Kindertaschen; Kosmetiktaschen; Badetaschen; Reisetaschen; Schultaschen; Sporttaschen; Kleidersäcke; Regenschirme

Klasse(n) Nizza 21:
Porzellanwaren (soweit in Klasse 21 enthalten); Tonwaren (soweit in Klasse 21 enthalten); Glaswaren; Tafelgeschirr; Schalen; Tischutensilien, nämlich Schüsseluntersetzer

Klasse(n) Nizza 24:
Webstoffe; Textilien (soweit in Klasse 24 enthalten); Bettwäsche; Tischwäsche (nicht aus Papier); Haushaltswäsche; Handtücher aus textilem Material; Möbelbezüge aus Kunststoff und aus textilem Material; Tagesdecken; Kissenbezüge; Wachstücher (Tischtücher); Textiltapeten

Klasse(n) Nizza 25:
Bekleidungsstücke; Kopfbedeckungen; Babywäsche; Lätzchen (nicht aus Papier); Mützen; Schürzen; Schals; Tücher; Leibwäsche; Hosen; Oberbekleidungsstücke; Schlafanzüge; Badeanzüge; Badehosen; Bademäntel; Regenmäntel; Röcke; Pullover

Klasse(n) Nizza 27:
Papiertapeten; Teppiche; Linoleum, Wachstuch

Klasse(n) Nizza 28:
Spielbälle; Spielzeug; Babyrasseln; Mobiles (Spielwaren); Puppen (Spielwaren); Spiele

Klasse(n) Nizza 29:
Fruchtsnacks; Milchgetränke mit überwiegendem Milchanteil; Joghurt; Konfitüren; Milch; Milchprodukte; Obstsalat; Quark; Salate (soweit in Klasse 29 enthalten); Suppen, Brotaufstriche (fetthaltig)

Klasse(n) Nizza 30:
Biskuits; Bonbons; Brioche; Brot; Brötchen; Backwaren; belegte Brote; Butterkeks; Cornflakes; Speiseeis; Eiscreme; Eistee; Geleefrüchte (Süßwaren); Gebäck; Getränke auf Basis von Tee; Kaffeegetränke; Kakaogetränke; Schokoladengetränke; Kaffee; Kakaoerzeugnisse; Karamellen; Kekse; Kleingebäck; Konfekt; Zuckerwaren; Kräcker (Gebäck); nicht medizinische Kräutertees; Kuchen; Lebkuchen; Marzipan; Milchkaffee; Milchkakao; Milchschokolade (Getränk); Müsli; Petit Fours (Gebäck); Pfannkuchen; Pfefferkuchen; Popcorn; Quiche; Sandwiches; Schokolade; Semmeln (Brötchen); Tee; Torten; Eistee; Waffeln

Klasse(n) Nizza 32:
alkoholfreie Getränke; alkoholfreie Honiggetränke; Apfelsaft; Fruchtsäfte; Gemüsesäfte (Getränke); Limonaden; Molkegetränke; Fruchtnektar (alkoholfrei); Sirupe für Getränke

Klasse(n) Nizza 35:
betriebswirtschaftliche Beratung; Beratung in Fragen der Geschäftsführung; Beratungsdienste in Fragen der Geschäftsführung; Beschaffungsdienstleistungen für Dritte (Erwerb von Waren und Dienstleistungen für andere Unternehmen); Schaufensterdekoration; Herausgabe von Werbetexten; Hilfe bei der Führung von Gewerben oder Handelsbetrieben

Klasse(n) Nizza 42:
technische Beratung für Franchising-Konzepte von Restaurants und anderen Einrichtungen, die zubereitete Speisen und Getränke für den Verzehr anbieten; technische Projektierung solcher Restaurants und Einrichtung für Dritte; Bauplanung und -beratung in Bezug auf Restaurants für Dritte; Dienstleistungen eines Modedesigners

Klasse(n) Nizza 43:
Verpflegung von Gästen und andere Dienstleistungen eines Restaurants und Cafés soweit in Klasse 43 enthalten; Verpflegung von Gästen in Cafeteria; Catering; Verpflegung von Gästen in Restaurants; Zubereitung und Bereitstellung von Speisen zum Mitnehmen

Einen solch umfassenden Schutz benötigt der Betreiber eines kleinen Cafés nicht.

“Something like Starbucks”

Bereits hier bröckelt daher die Fassade der schönen Geschichte der kleinen unbedarften Caféinhaberin. Kontraproduktiv ist sicherlich auch, dass Frau Römer gegenüber bestimmten Medien geäußert hat, dass sie mit der Marke “Apfelkind” selbstbewusste Pläne hegt. In einem Bericht der englischen Daily Mail wird sie zum Beispiel mit den folgenden markigen Worten zitiert:

‘I wanted to do something like Starbucks, and have the logo as my trademark. I was even thinking of eventually expanding and creating a franchise business so other people could open up other Apfelkind cafés, which is why I wanted to register the trademark.’

“Something like Starbucks” klingt weniger nach Familiengastronomie in der Provinz sondern eher ebenfalls nach Weltkonzern und strategischem Vorgehen, als dies noch in der Berichterstattung deutscher Medien der Fall ist.

Es ist für den Inhaber insbesondere einer bekannten Marke völlig legitim und sogar erforderlich, seine Marke mit aller Härte zu verteidigen, wenn man sich nicht später einmal die Verwässerung der eigenen Marke vorhalten lassen will. Apples Verhalten ist daher nachvollziehbar. Man kann dem Unternehmen auch kein übertrieben hartes Vorgehen vorwerfen. Denn auf eine kostenpflichtige Abmahnung, die ebenfalls möglich gewesen wäre, hat man offenbar ganz verzichtet und sich nur auf einen Widerspruch und ein kostenloses Anschreiben an Frau Römer beschränkt.

Vor diesem Hintergrund von Größenwahn zu sprechen, zeugt von einem merkwürdigen Weltbild. Bemerkenswert ist unseres Erachtens vielmehr, mit der Anmeldung einer Marke und umfangreichen Franchiseplänen bei den Großen mitspielen zu wollen, um dann, wenn es um die konsequente Einhaltung der Spielregeln geht, öffentlichkeitswirksam das kleine unbedarfte Kindercafé zu mimen.

Die Presse hat es ersichtlich gefreut. Es passte einfach alles so schön. Manchmal sind die Dinge eben aber auch zu schön, um wahr zu sein. (la)

UPDATE am 27.11.2012 : Apfelkind gegen Apple: Der Streit geht weiter

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Diskussion zu diesem Artikel:

115 Kommentare

  1. Meister

    Danke für diese gute Zusammenfassung. In dem Zusammenhang sollte man vielleicht auch auf die eingetragene Marke “The Apple Café” hinweisen für die “Verpflegung von Gästen in Restaurants, Cafes, Schnellrestaurants, Snack-Bars; Catering; Betrieb einer Bar”

    http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/396118429/DE

  2. Boris 'pi' Piwinger

    Die genannten Klassen sind doch stimmig. Was aber doch bleibt: Eine Ähnlichkeit besteht nicht einmal im entferntesten. Daher gibt es auch legitime Verteidigung der Marke Apple.

    pi

  3. Steve mit Job

    Zitat:

    “Apples Verhalten ist daher nachvollziehbar.”

    Wie viel zahlt Apple für so einen “Artikel”?

  4. ich

    Da kann ich dem arbeitsamen Steve nur beipflichten: Wir können in diesem Zusammenhang alle nur froh sein, dass sich anno dunnemals keiner das Patent auf einen runden, der Fortbewegung dienenden Gegenstand, welcher an einem zentrischen Punkt, sich um diesen rotierend, aufgehängt ist, hat patentieren lassen (Schutzfristen mal unberücksichtigt). Das etablierte Urheber-, Marken-, oder sonstiges Schutzrecht sollte meines Erachtens dringend überholt und der Zeit angepasst werden. Dies gilt ganz ungeachtet der Tatsache, wie dieser Streit letztendlich ausgehen(gerichtlich entschieden) wird, obwohl eine Verwechslungsgefahr hier subjektiv ausgeschlossen werden kann.

    PS: Mal ganz abgesehen davon, wer diesen journalistisch wertvollen Beitrag bezahlt haben könnte.

    Als Alternative möchte ich darüber hinaus auch Birnen vorschlagen. Ich kann allerdings nicht ausschließen, dass es dann zu Streitigkeiten mit Unternehmen kommen kann. Gegner wäre voraussichtlich “NARVA”.

  5. Daniel Große

    nach “und auf die Verwendung des Logos” fehlt meines Erachtens noch ein “verzichten”. Und was ist ein “angewiesener” Apfel? Sie meinen sicher “angebissen”. Ansonsten bin ich zweigeteilter Meinung. Es schadet Apple nichts, wenn ein Café auch einen Apfel verwendet, der zudem komplett anders aussieht als das Apple-Logo. Auf der anderen Seite muss man sich heute wohl im Klaren darüber sein, dass man sich vor Anmeldung einer Marke erstmal über eventuell bereits geschützte Marken und Logos erkundigen sollte. Dann wäre einem sicher schnell Apple in den Sinn gekommen, die sich offenbar für keinen Rechtsstreit zu billig sind.

  6. Foz

    Was ist eigentlich aus dieser Geschichte mit dem isländischen Cafe mit erstaunlich ähnlichem Konzept und Logo geworden, und wie beeinflusst das möglicherweise den aktuellen Fall?
    http://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article13688946/Ist-das-Bonner-Cafe-Apfelkind-nur-ein-Plagiat.html
    http://www.facebook.com/idunnareplid.is

  7. JMK

    Wo ist nun das Problem? Frau Römer mag große Pläne haben, dies wird hier schon mal negativ konnotiert, was spricht dagegen? Was spricht seitens Apple dagegen? Das wäre nur dann der Fall wenn ein Logo eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Apfel aus Cupertino hätte. Aber das Apfelkind-Logo ist nicht mal entfernt mit dem Apple Logo zu verwechseln. Dieser alles entscheidende Punkt wird ja gerne bei der Apples Verteidigung vergessen.

  8. Ben

    Ich hatte über die Fernsehnachrichten von dem Fall erfahren, und schon während des Berichts musste ich mir selbst eingestehen: Wenn man beide Logos nebeneinander nur flüchtig betrachtet, wie wenn man eben aus dem Augenwinkel oder im Vorbeigehen ein Markenlogo sieht, dann besteht durchaus eine Verwechslungsgefahr.

    Ich bin sicher kein Apple-Fan, aber ich konnte das zu dem Zeitpunkt zumindest nachvollziehen. Die oben zusammengetragenen Fakten waren mir dabei noch gar nicht bekannt.

  9. Wilz

    “Bereits hier bröckelt daher die Fassade der schönen Geschichte[...]

    Da bröckelt gar nix. Steht doch genau so im Interview: Sie hat sich das Logo schützen lassen, weil es ihr gefällt und weil sie evtl. eine Modelinie oder ein Franchise unter der Marke entwickeln will.

    ““Something like Starbucks” klingt weniger nach Familiengastronomie in der Provinz sondern eher ebenfalls nach Weltkonzern, als dies noch in der Berichterstattung deutscher Medien der Fall ist.”

    Guter Versuch. Man behauptet, dass etwas nach “Weltkonzern” klingt und beschwert sich dann darüber, dass “die Medien” dieser Behauptung nicht folgen. (Ein Geisterfahrer? Hunderte!)

    “[...]um dann, wenn es um die konsequente Einhaltung der Spielregeln geht, öffentlichkeitswirksam das kleine unbedarfte Kindercafé zu mimen.”

    Sie meinen, ein kleines Kindercafé sollte lieber den Weltkonzern mimen?

    “Die Presse hat es ersichtlich gefreut. Es passte einfach alles so schön. Manchmal sind die Dinge eben aber auch zu schön, um wahr zu sein.”

    Tun Sie mir den Gefallen und benennen ganz konkret die “unwahren” Dinge? Mehr als subjektive Einschätzungen (“zeugt von merkwürdigem Weltbild”, “klingt nach Weltkonzern”, “Fassade bröckelt”, “will bei den Großen mitspielen”, “mimt das kleine Kinderfcafé”) hat Ihr Artikel ja nicht zu bieten.

    • Ingmar Pering

      Genau getroffen. das ganze hier ist kaum Nachvollziehbar!
      Das Thema Verwechselungsgefahr ist hier einfach völlig überzogen. Es geht darum mit der Macht des Geldes Marken über gebühr auszudehnen. Ich bin sofort dafür einen Inhaber einer Marke zu schützen wenn Trittbrettfahrer aufspringen aber dass inzwischen ganze Farbtöne geschützt werden, genetische Konstellationen aller Art patentiert werden und das von Unternehmen, die dann wie hier Apple jeden, der ein Logo mit einem Apfel verwendet angreifen kann auch poitische vom Gesetzgeber niemals gewollt gewesen sein.

  10. Josef A. Preiselbauer

    Traurige Argumentation von “Steve”. Kaum schreibt mal einer nicht für das sympatische, kleine Käffchen, gleich ist es ein bezahlter Beitrag.

  11. Pekka

    Statt einer kleinen Cafébesitzerin aus Bonn ist die Dame also eine kleine Cafébesitzerin aus Bonn, die “irgendwann mal sowas wie Starbucks” machen will. (“I was even thinking of eventually expanding…”) Um daraus “umfangreiche Franchisepläne” zu machen, braucht man schon eine Menge Phantasie.

  12. Butschi

    Manchmal glaube ich, das Patentrecht wurde von Anwälten erfunden, um sicher zu stellen, dass sie auch in tausend Jahren noch ordentlich Geld damit verdienen können. Lieber Herr Lamprecht, können Sie mir erklären, wie ein Gastronomie-Unternehmen – egal wie groß es einmal werden soll – die Marke eines Elektronik-Riesen “verwässern” kann, wenn weder das Logo, noch der Name auch nur im entferntesten eine Verwechlungsgefahr darstellen? Darf jetzt bis zum Ende der Zeit niemand mehr etwas mit Äpfeln machen?

  13. eva

    “der berühmte angewiesene apfel”??

  14. Äppelklauer

    Da war doch was …
    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/289842
    Ich kann mich “ich” und “Steve mit dem Job” nur anschließen. Sowohl Apples kindliches Kratz- und Beißverhalten als auch der Werbetext von Herrn Lampmann sind lächerlich. Wenn man sich bei dem (sehr stilvollen) Apfelkindlogo an die Firma Apple erinnert fühlt, dann liegt das an dem großen Bekanntheitsgrad der Firma und Marke. Jetzt aber jedem, der einen milliardenfach auf der Erde vorkommenden Alltags”gegenstand” wie einen Apfel im Logo/als Logo benutzt, zu unterstellen, dass er sich im Ruhm der anderen großen Marke sonnen will, ist unsinnig. Es gibt genügend Merkmale, die den Apfelkindappel von dem der amerikanischen Firma unterscheiden.

  15. BenZol

    Herr Lampmann, danke für die Klarstellung, die die Menschen wahrscheinlich nicht davon abhalten wird, den sympathischen Aussenseiter zu bejubeln und sich daran zu erfreuen, den Großen straucheln und fallen zu sehen. So sind sie halt, die Menschen. Wenn es jemals anders sein sollte, erschießt mich bitte.

    • Asnidhi

      Nein – so sind die Menschen halt, sie denken selber!
      Ist halt nicht jedem gegönnt. Tut mir leid für Dich, aber vielleicht kannste was anderes. Nur Mut.

  16. Clemens Gleich

    Unabhängig davon, was die Frau für *Pläne* hat, ist die dennoch heute, jetzt, wo es drauf ankommt, ein kleiner Spieler. Ich will auch die Weltherrschaft.

    Und einen kleinen Spieler, der das der Wahrscheinlichkeit nach auch bleiben wird, einfach mal auf Versuch zu verklagen, weil dieselbe *Frucht* im Logo ist, schlägt zu Recht Wellen der Unverständnis. Apples Rechtsabteilung ist generell nicht für nüchternes oder gar selbstbewusstes Vorgehen bekannt.

  17. MJK

    Es ist doch vollkommen unerheblich, was die Café-Besitzering mit ihrer Marke vorhat?!

    Die eigentliche Frage bleibt, ob ein Unternehmen, dass dumm/intelligent genug war, einen Allerweltssymbol zum Markenzeichen zu erwählen, sich damit die Hoheit über dessen Verwendung in jedweder Form sichert?

    Ich meine NEIN, zu mal hier (abgesehen davon, dass es sich beide Male um einen Apfel handelt) aus gestalterischer Sicht nicht mal ansatzweise eine Verwechslungsgefahr besteht.

    Genauso gut könnte also die Deutsche Bank gegen alle Verwender des “/” vorgehen…

  18. T.R.

    Ich denke nicht, dass man der guten Frau vorwerfen kann, größenwahnsinning zu sein oder zu handeln. Sie hat eine Vision, und wie viele kleine (Design-)Cafés in deutschen Großstädten wird auch hier zusätzlich Merchandise kreiert und verkauft.

    Dass das Logo nicht einmal in entferntester Weise an Apple oder deren Produkte erinnert, muss man glaube ich nicht näher erläutern…Apples Verhalten ist völlig lächerlich und wohl weit größenwahnsinnger.
    Wenn die könnten, würden sie doch den Apfel als solchen auch patentieren lassen.

  19. DAMerrick

    Ich kann Apple auch in keiner weise nach nachvollziehen.
    Es ist weder der gleiche Geschäftsbereich noch haben die Logos irgendeine Ähnlichkeit.

    Und was die Inhaberin mit ihrem Laden vorhat spielt keine Rolle. Wenn Sie die Pläne und Markenbereiche als Argument gegen Apfelkind Werten kann ich nur fragen: “wieviel hat Apple Ihnen bezahlt?”

    Apple – Apfelkind
    Diese unternehmen haben nichts gemeinsam, in kleinster Weise.
    Nur gibt es da einen Weltkonzern der selbst einen Kreis als Verletzung seiner Marke ansehen würde wenn er bunt wäre.

  20. DAMerrick

    Wieciel Apple Produkte nutzen Sie? Oder hat dieser Konzern Sie direkt bezahlt?

    Diese unternehmen haben nichts gemeinsam und es ist ein Witz das sie die Pläne von Apfelkind als Beweis für deren markenrechtsverletzung Werten.
    Falls Sie das nicht wussten: heute Muss man seine Marke überall anmelden wo man sich möglicherweise mal tätig werden will.

    Und das Apple als. Computerkonzern seine Marke durch einen Gastronomiebetrieb bedroht sieht zeugt entweder von Grössenwahn oder von geplanter Weltherrschaft.

  21. sethgecko81

    Es ist immer wieder erstaunlich intolerant manche Leute gegenüber anderen Meinungen sind. Auf Grund dieses, nach meinem Empfinden, recht neutral gehaltenen Artikels, darauf zu schließen das Apple dafür Geld bezahlt, halte ich für sehr weit hergeholt. (Auch wenn man mich jetzt als Naivling geisseln wird ;))
    Es handelt sich eigentlich um einen ziemlich emotionslosen Geschäftsvorfall. Da wurde schon ganz anders “mit Kanonen auf Spatzen geschossen”.
    Ich bin jedenfalls gespannt, wie diese Auseinandersetzung sich noch entwickeln wird. Und wenn ich nun schreibe, dass ich das Vorgehen Apple ebenfalls nachvollziehen kann, heißt es noch lange nicht, dass ich dem auch zustimme. Ich denke jedoch nicht das man nach kurzer Betrachtung absolute Aussagen tätigen kann, nach der eine Verwechslung in jedem Fall ausgeschlossen ist.

  22. Ferner von Brandbarth

    Spätestens wenn man die Wort-Bild-Marke “Apfelkind” und den “Apple”-Apfel nebeneinanderhält, dann noch ein paar Logos von Mostereien und Apfelanbauern aus dem Alten Land dazunimmt, muss einem die Sache doch als RA schon absurd vorkommen.

    Wenn ich Enten verkaufen möchte und eine grüne Ente mit dem Zusatz “Quakland” abbilde, bekomme ich Ärger mit Twitter?

  23. Friedhelm

    Verständnisfrage: Was ist ein “angewiesenener Apfel”?

  24. Kain Aerger

    “Bemerkenswert ist unseres Erachtens vielmehr, mit der Anmeldung einer Marke und umfangreichen Franchiseplänen bei den Großen mitspielen zu wollen, um dann, wenn es um die konsequente Einhaltung der Spielregeln geht, öffentlichkeitswirksam das kleine unbedarfte Kindercafé zu mimen.”

    Danke für diesen Satz. Ich versuche schon seit Tagen mit einer ähnlichen Argumentation auf Facebook oder in anderen Blogs gegen das ach so coole Apple Bashing entgegenzutreten. Hatte mich auch schon gefragt, warum denn das Cafe die Marke eintragen lassen will.

  25. Erwin

    Arno, ,,Ich” ist der bessere Anwalt.

  26. blubb

    > “Einen solch umfassenden Schutz benötigt der
    > Betreiber eines kleinen Cafés nicht.”

    An exakt dieser Stelle ist der Artikel inhaltlich falsch, wenn man sich schon die Mühe macht sich eine Marke für in diesem Fall den Gastronomiebereich eintragen zu lassen, dann nimmt man auch alles in diesem Bereich auch nur entfernt liegendes mit – ist die Vorstellung wirklich so abwegig, dass man in einem Cafe Saft vom Biobauer nebenan (oder sonstwem) unter der eigenen Marke verkaufen könnte? Oder Plunderteilchen? Oder meinetwege moralisch verwerflich Wasser aus dem Hahn mit Kohlensäure als “Apfelkind-Quell”? Wirklich?
    Gefühlt ist das hier in Berlin eher der Standardfall.

    Der einzige Vorwurf könnte sein, dass hier jemand mal nicht brav ‘klein’ denkt, wie es anscheinend opportun ist sondern gründlich arbeitet und sich Optionen nach oben offen hält – allerdings frage ich mich wieso man jemandem das als Vorwurf machen sollte, da muss man schon ein seltsames Weltbild haben oder für seine Meinung bezahlt werden. Oder ein religiös-fanatischer Apple-Anhänger sein.

    Zum Rest – als nicht-Jurist kann ich das Problem nicht erkennen, wenn das ein Streit ist, was kommt als nächstes? Apple verklagt Apfelbauern, weil sie einen Apfel als Logo haben? Und dann? Bäume, weil sie Früchte tragen, die wie ihr Logo aussehen? An Absurdität nicht zu überbieten, wenn man das als Firma nicht will, dann muss man halt mal den eigenen Namen vorausschauend aussuchen und nicht nach einem Alltagsgegenstand oder einem weit verbreiteten Obst benennen. So als Beispiel kommt einem da ‘Kodak’ in den Sinn, ein reines Kunstwort und trotz allem eine Marke.

  27. Sonja Obert

    Dieser Artikel ist mehr als ein objektiver Gedanke. Wieviel Apple hierfür gezahlt hat würde mich auch interessieren. Unabhängig davon, welche ‘Pläne’ die Kaffee-Dame hat, ist das kein Grund ein von Grund auf abweichendes Logo mit ‘Verwässerung einer Marke’ gleichzusetzen. Dieser Artikel ist mehr als beschämend für den Autor und versucht mehr denn alle Artikel zuvor in eine ‘Richtung’ zu lenken.

    Dass hier ein Weltkonzern seine Marke zu schützen versucht, glaubt hier wohl schon längst niemand mehr. Spätestens wenn man die Zensur- und Patenstreits von Apple betrachtet wird einem klar, dass der Konzern nicht ‘weltoffen’ ist. Wer Apple kauft, unterstützt Zensur, Polemik, Patentstreits und entmündigt sich selbst!

  28. steeph

    Ich habe den gut geschriebenen Artikel gespannt gelesen, da ich immer gerne Gegenpositionen zu solchen Hypes aufnehme. Die Stelle, an der aufgelöst wird, warum Apples Anprüche gerechtfertigt sein sollen, kam aber nicht. Die Tatsache, dass die eine Kette aufbauen will oder wollte wurde in jedem Artikel beschrieben, den ich zu dem Thema bisher gelesen habe und auch dass sie sich möglicherweise nciht auf Cafes beschränken will wurde nie unter den Tisch fallen lassen. Bei der Aufregung geht es doch nicht darum, dass Apple gegen ein kleines Familienunternehmen vorgeht, sondern darum, dann es nicht einleuchtend ist, was Apple mit dem Logo, dem Apfelkind, den Plänen des Unternehmens oder auch nur mit der Branche zu tun hat. Eine Ähnlichkeit der Logos besteht offenabr nicht und solange man mit Apple nicht Schreibwaren, Spielbälle, Badetaschen, etc. verbindet sehe ich keinen Zusammenhang zwischen den beiden Firmen. Es ist einfach unverschämt, ein Stück weit hirnrissig und meinetwegen auch größenwahnsinnig, als Computerfirma die Verwendung oder Eintragung des Apfelkind-Logos verhindern zu wollen.

  29. weipah

    “Apples Verhalten ist daher nachvollziehbar. Man kann dem Unternehmen auch kein übertrieben hartes Vorgehen vorwerfen.”
    -Glaubst Du das allen Ernstes was Du da schreibst?

    Meines Erachtens haben die Logos nicht viel gemeinsam. Die Sparten der beiden Unternehmen sind verschieden.

  30. Kinch

    Die Frage, ob das eine kleine Cafe Betreiberin ist oder nicht, finde ich ehrlich gesagt, für die Beurteilung nicht wichtig.

    Die Aktion finde ich schon für sich völlig überzogen, weil ich keinerlei Verwechslungsgefahr erkennen kann. Nicht nur, dass das zwei völlig unterschiedliche Branchen sind, die haben auch nichts gemeinsam außer, dass eine alltägliche Frucht im Logo vorhanden ist.

    Nur weil Frau Römer vor hat zu expandieren, wird das Vorgehen von Apple nicht sympathischer. Zumal ich mich frage, ob das für Apple tatsächlich ein entscheidentes Momentum ist. Wusste Apple, dass Frau Römer sowas wie Starbucks machen will, bevor sie ihre Abmahnungen versendeten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass da Apple da andernfalls Skrupel gezeigt hätte.

    Darüberhinaus, steht die Aktion von Apple ja nicht im luftleeren Raum. Ich finde es heute noch völlig unfassbar, dass Apple es hat durchsetzen können, dass Sony keine Tablets in Europa verkaufen darf. Marktwirtschaft ist das für mich nicht mehr.

    Und daneben geht Apple doch gegen alles vor, was auch nur mit viel Phantasie eine schwache Reminiszenz auf eine ihrer Produkten, Logos, etc pp ist.

    Dass das möglicherweise Branchenüblich ist, macht es nicht symphatischer bzw. moralischer.

  31. Mathias Leenders

    Ein netter Versuch eines Anwaltes der Abmahnindustrie, ein Vorgehen, dass schon mit gesundem Menschenverstand als unsinnig erkennbar ist, als rechtlich nachvollziehbar zu verkaufen.

    Den Auftraggeber wirds freuen, für mich heißt es : keine Appleprodukte mehr, ich habe aber eh keine.

  32. Leo

    Verstehe ich das richtig: Weil die Frau möglicherweise mal mehr aus ihrer Idee machen möchte als ein simples Kindercafé ist es gerechtfertigt, ihr die Benutzung eines stinknormalen Apfels in ihrem Firmenlogo untersagen zu wollen? Oder worin sonst bestünde eine Beeinträchtigung der Rechte von Apple? Ich sehe jedenfalls keine Ähnlichkeit oder gar eine Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Logos, wenn man mal von der Frucht ansich absieht.

    An welcher Stelle also ist der Apfelkind-Initiatorin ein Vorwurf zu machen – abgesehen von der geradezu skandalösen Tatsache, dass die Frau möglicherweise unternehmerisch denkt? Denn im Beitrag geht es doch offenbar nicht um eine eben doch bestehende (und von der Kindercafébetreiberin nur frech abgestrittene) Ähnlichkeit zwischen beiden Logos und eine daraus zu folgernde Vorteilsnahme, sondern ausschließlich um die Tatsache, dass die Frau “nicht so harmlos ist, wie sie vorgibt”, nur weil sie sich ihre Marke – wie das jedes größere Unternehmen auch tut – in weiser Voraussicht auch für mögliche zukünftige Geschäftsfelder schützen lassen möchte. Wie unfair von ihr!

  33. kingalekz

    Ist es nicht ein wenig heuchlerisch von Apple gegen so was vorzugehen, wenn sie selber sich immer so vehement gegen Apple Records gewehrt haben wegen der gleichen Sache? Und dabei die ‘Moron in a hurry’-Verteidung bekannt gemacht hat? Denn mal ehrlich, welcher Idiot in Eile verwechselt das Logo von Apfelkind mit dem von Apple? Ist ja so als würde Apple jeglichen Gebrauch von Äpfeln im Markenrecht verbieten wollen. Dafür ist es aber viel zu generisch.

  34. raskolnikoff12

    Aha, und was hat den Verfasser des Artikels daran gehindert, auch mal einen Blick auf das strittige Logo zu werfen und dieses mit dem Logo von Apple zu vergleichen.

  35. Stefan

    Wenn ich mir diese Seite des Apflekind-Internetauftritts anscheue…

    http://www.apfel-kind.de/cafe-apfelkind-bonn-suedstadt/8/danke

    …kommt mir doch glatt die Idee, dass hier auf dem Rücken der allgemeinen Empörung und mit Hilfe der sensationsgeilen Medien versucht wird, ein Franchisekonzept kostenlos zu vermarkten.

    Egal unter welchem Namen das Ganze dann tatsächlich weitergeführt wird, Werbung mit dieser Reichweite und Sympathien bis in die USA sind mit “normalen” Mitteln nicht realisierbar.

    Tolle Idee

  36. Lutz

    Sich aus Marketinggründen öffentlichkeitswirksames positives Image zu geben, das der Wirklichkeit nicht vollkommen entspricht und “bei den Großen mitspielen wollen” ist für mich wirklich kein Widerspruch. Machen “die Großen” doch auch so, nicht zuletzt Apple.

  37. Quasselette

    Mal im Ernst: Das einzige was diese Logos gemeinsam haben ist, dass sie einen Apfel darstellen. Sonst gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten. Eine Verwechslungsgefahr besteht m.E. überhaupt nicht und wenn die Cafébesitzerin nicht vor hat, mp3-Player, Smartphones und Notebooks zu produzieren, ist die ganze Geschichte eine Farce. Dann kann Apple auch gleich die hessische Apfelweinroute abmahnen, da ist auch n Apfellogo und das hängt an jedem zweiten Baum. Nicht, dass sich da n Apple-Jünger auf dem Weg zum Applestore verirrt…

  38. mutaron

    Die Logos sind unähnlich. Das einzige gemeinsame ist der Apfel. Farbe, Form, Schriftzug etc ist unterschiedlich.
    Dass Apple jeden Apfel zum Eigentum erklärt erinnert sehr schön an die “Wolfskin gegen Häkelomas”-Geschichte, da wurde die Wolfstatze mit Katzentatzen verglichen.
    Wetten, wenn das so weitergeht, dürft ihr euren Kindern keine Gutenacht-Geschichten mehr vorlesen, denn Disney hat dann alle Rechte an jahrhundertenalten Märchen. :)

  39. Thomas

    Fassen wir zusammen:
    Das Logo von Apfelkind ist/hat im vergleich zum Apple-Logo:
    - rot
    - nicht symmetrisch
    - nicht angebissen
    - einen Schriftzug
    - einen Stengel
    - einen stilisierten Kinderkopf im Apfel
    - Das Blatt weist in die andere Richtung.
    Und nicht zu vergessen: Die beiden Unternehmen arbeiten in KOMPLETT verschiedenen Branchen.
    Die einzige Gemeinsamkeit: im Logo findet sich irgendwie ein stilisierter Apfel.

    Beim Galaxy Tab kann ich die Vorwürfe ja noch nachvollziehen, auch wenn Apple da mit den Maßen gelogen hat. Aber hierfür fehlt mir jegliches Verständnis. Das Verhalten von Apple ist lächerlich.
    Recht könnten sie natürlich trotzdem bekommen – was nicht weiter verwundert in einem Land, in der die Farben Magenta und Rot geschützte Markenzeichen sind…

  40. Alex

    Wenn Apple eine neue Wortmarke schützt, dann wird auch gleich jede nur mögliche und unmögliche Kategorie mitgeschützt – von Programmen über jede erdenkliche Hardwareklasse bis zu Zubehör und Accessoires. Bei Apple legitim und nur die Nummer Sicher, bei Frau Müller degoutant und auf böses Hindeutend.

    Fakt bleibt dass Apple meint, das Rechteck erfunden zu haben und deswegen ganz allein das Recht zu besitzen, rechteckige Geräte zu bauen, und jetzt auch alle Äpfel vom Markt klagen will. Das ist Gefährlich. Wenn das Logo von Apfelkind wenigstens dem von Apple ähnlich sähe… tut es aber nicht.

    Ich finde, Apple muß Einhalt geboten werden bevor bald gehen, atmen und telefonieren Apple-Patente werden denen man nur noch bei Kauf eines Apple-Geräts nachkommen darf.

  41. Guydude

    Was sie jetzt einfach behauptet haben ist, das die Frau in ihrem Leben weiterkommen will, verständlich. Trotzdem ist es dadurch nicht nachvollziehbar von Apple die Frau zu verklagen, da die zwei Logos sich kaum ähneln, außer das es zwei Äpfel sind. Also keine Ahnung was sie jetzt eigentlich mit ihrem Artikel sagen wollten.

  42. Rene

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Es ist erfrischend zu sehen, das Konzerne anscheinend auch ohne kostenpflichtige Abmahnung klar kommen. Ihnen dann Größenwahn vorzuwerfen, obwohl man selbst solches vorhat, finde ich indes schwierig.

  43. Herr Butter

    Vielen Dank für diese neue Perspektive auf den Fall. Ich frage mich dennoch nach der Ursache des Streits: Geht es primär um die Gestaltung des Logos, oder generell um die Verwendung von Apfel bzw Apple im Firmennamen?

  44. Nania

    Also, diese Dame nennt Apple größenwahnsinnig, weil sie gegen ihr Logo gerichtlich vorgehen? Das ist vollkommen korrekt. Denn – auch wenn die Frau ein Franchiseunternehmen plant – die Logos ähneln sich kein bisschen. Was Apple macht ist eine unrechtmäßige Klage, denn eine Verwechslungsgefahr der beiden Logos existiert einfach nicht. Ich muss sogar zugeben, dass ich ohne die Überschrift nicht einmal erkannt hätte, dass es sich um einen Apfel handelt (ganz anders bei Apple). Und nur, weil jemand große Träume hegt bzw. zu Höherem strebt, ist ihm eine solche Aussage nicht verboten.

  45. mb

    Immer langsam mit den jungen Pferden. Wer hier dem Autor Käuflichkeit unterstellt hat anscheinend den Artikel nicht gelesen. Viel mehr ist das die erste halbwegs objektive Meldung zu dem Thema.

  46. Steini

    Es ist doch völlig unerheblich, welche Größe des Unternehmens geplant ist. Ganz und gar nicht unerheblich finde ich dagegen, dass nach der Meinung von Apple offenbar niemand anderes einen Apfel als Firmenlogo benutzen darf.

    Ich bezweifel allerdings, dass Apple für solche Artikel bezahlen muss. Es gibt leider genug Apple-Fanatiker unter den Journalisten, die ihre geliebte Marke völlig umsonst verteidigen.

  47. Claus

    Das Urteil “einen solchen Schutz braucht der Betreiber eines kleinen Cafés nicht” finde ich ein wenig lapidar.

    Selbst kleinste Cafés vertreiben heute oft Merchandising-Artikel wie T-Shirts, Tassen oder haben einen Catering-Service. Die meisten Nizza-Klassen, die aufgeführt werden, scheinen mir daher sinnvoll. Und es ist ja nicht möglich sich einzelne Punkte aus den Nizza-Klassen herauszupicken (etwa nur das T-Shirt ohne Badeanzug)

    Entscheidender finde ich diese zwei Punkte:

    Nirgendwo soll etwas geschützt werden, dass irgendetwas mit Computern oder Software zu tun hat
    und:
    Noch ist das Café tatsächlich ein kleines Café und kein Weltkonzern
    und:
    es gehört verdammt viel Fantasie dazu, dieses Logo mit dem von Apple verwechseln zu wollen

    Insofern finde ich die David-Goliath-Assoziation nicht übertrieben

  48. westernworld

    nichtsdestotrotz besteht keinerlei verwechselungsgefahr und apples verhalten ist ganz im geiste steves jobs, zu dessen menschlichen qualitäten mir als sehr langjährigem appleuser nur verbaleninjurien der derberen art einfallen, vollkommen überzogen und unverhältnismäßig.

  49. tuennes

    Sorry, aber die erwähnten rechtlichen Rahmenbedingungen machen das Vorgehen von Apple für mich nicht nachvollziehbar. Die Sache ist für mich genauso überzogen, wie bei der Telekom, die damals Magenta wollte schützen lassen, oder wie bei Jack Wolfskin, die meinen, jede Art von Tatze auf Kleidungsstücken verbieten lassen zu können. – Tatsache ist meiner Meinung nach, dass eine Verwechslungsgefahr in keiner Weise besteht: Roter Apfel, schwarzer Apfel; Apfelausbiss, Kopf im Apfel; Schriftzug, kein Schriftzug. Das ist für mich keine Markenpflege, sondern das sind Allmachtsphantasien über Äpfel.

  50. mappel

    Der Artikel liefert die richtigen Denkanstöße. In anderen Beträgen wird die existent des Markenrechts vollkommen ignoriert.
    Beim vorliegenden Artikel fehlt aber auch ein entscheidendes Detail, das ist die Frage ob es den Überschneidungen in den Verwendungsbereichen gibt. Wenn man mal annimmt das Apple seine Marke nur auf Computer, Multimediageräte und Kommunikationsgeräte eingetragen hat, dann ist die Klage nicht nachvollziehbar. Wozu gibt es denn diese Klassen, wenn man so einfach darüber hinausgehende Ansprüche gelten machen kann?
    Ohne eine Zusammenfassung der Klageschrift, fehlt jeder Diskussion eine brauchbare Grundlage.

  51. Jeeves

    Es ging um die Presse, die dies weder bemerkt noch erstaunt oder gar kritisch angemerkt hat:
    “Bemerkenswert ist unseres Erachtens vielmehr, mit der Anmeldung einer Marke und umfangreichen Franchiseplänen bei den Großen mitspielen zu wollen, um dann, wenn es um die konsequente Einhaltung der Spielregeln geht, öffentlichkeitswirksam das kleine unbedarfte Kindercafé zu mimen.”
    …sondern nur das schlichte Märchen “Davis vs. Goliath” schildert.
    Und deshalb witrd dieser Blogeintrag auch vom Bildblog verlinkt. Zurecht. Aber die es betreffenden Journalisten lesen sowas ja nicht, ist ja länger als eine Agenturmeldung.
    “Bemerkenswert ist unseres Erachtens vielmehr, mit der Anmeldung einer Marke und umfangreichen Franchiseplänen bei den Großen mitspielen zu wollen, um dann, wenn es um die konsequente Einhaltung der Spielregeln geht, öffentlichkeitswirksam das kleine unbedarfte Kindercafé zu mimen.

  52. Jeeves

    Es ging um die Presse, die dies weder bemerkt noch erstaunt oder gar kritisch angemerkt hat:
    “Bemerkenswert ist unseres Erachtens vielmehr, mit der Anmeldung einer Marke und umfangreichen Franchiseplänen bei den Großen mitspielen zu wollen, um dann, wenn es um die konsequente Einhaltung der Spielregeln geht, öffentlichkeitswirksam das kleine unbedarfte Kindercafé zu mimen.”
    …sondern nur das schlichte Märchen “Davis vs. Goliath” schildert.
    Und deshalb witrd dieser Blogeintrag auch vom Bildblog verlinkt. Zurecht. Aber die es betreffenden Journalisten lesen sowas ja nicht, ist ja länger als eine Agenturmeldung.

  53. LennStar

    Was die mit dem Cafe vorht, ist doch vollkommen egal. Eine Verwechslungsgefahr zwischen einem Cafe und einer Computer/Handy-Bude aufgrund zweier vollkommen unterschiedlicher Logos zu behaupten ist einfach nur Unsinn.

  54. Irgendwer

    Da fehlen mir ernsthaftig die Worte…

    Sollte der Autor seine “interessante Interpretation” selber glauber (und sie nicht durch freundliche Spenden von Apple gefärbt sein) kann man nur sagen :Interessant wie sehr der Beruf die Wahrnehmung der Realität verschieben kann!

    Geld ist wirklich wirksamer als Psychopharmaka!

  55. JCool

    Unglaublich, dass Bildblog so einen Mist wie diesen hier verlinkt. Darf also nun niemand mehr einen Apfel als Logo benutzen? Über die Tatsache hinaus, dass es einen Apfel darstellt, ähnelt dieses Logo nämlich in ABSOLUT keinster Weise dem Applelogo. Der “Artikel” mutet allerdings auch stark an, dass es garnicht darum geht, sondern um die Frechheit, dass eine Frau ein Franchiseunternehmen gründet. Bah! Ich spucke auf den Boden…Frauen!…

  56. Nico-la

    Mag sein, dass die Dame größere Pläne verfolgt – ist ja auch ihr gutes Recht. Wenn ich mal die beiden Logos miteinander vergleiche, sehe ich darin allerdings keine “Verwässerung” der Marke Apple, dazu sind sie zu unterschiedlich. Zudem müsste man schon wirklich seeeehr weit ausholen, um die Geschäftsbereiche von Apple und Apfelkind (selbst wenn es “irgendwie wie Starbucks” aufgebaut wird) zu verwechseln: auf der einen Seite Verbrauchertechnologie, auf der anderen Seite Gastronomie. Da könnte man auch – Achtung Wortwitz – Äpfeln mit Birnen vergleichen.

  57. Fabian

    Äh ja… die Dame träumt vom grossen Geschäft. Träumt! Noch IST sie ein “kleines Kindercafé”. Und ihr Logo hat keinerlei Ähnlichkeit mit dem von Apple. Ausser das es einen Apfel darstellt, aber darauf kann Apple kaum alleinigen Anspruch erheben.
    Btw, ein Café das Apfelkuchen verkauft hat sehr viel mehr Anspruch auf ein Apfel-Logo als ein IT-Konzern.

  58. auch ich

    Meines Erachtens ist ziemlich irrelevant, welche Waren und Dienstleistungen die Marke “Apfelkind” umfasst. Es ist zudem im Vergleich nicht angeführt, auf welche Waren und Dienstleistungen die Marke “Apple” erstreckt, daher ist diese Aufzählung ohne Belang.

    Wenn Frau Römer große Ziele hat, eine unternehmrische Perspektive, die über ein einzelnes Provinz-Ladengeschäft hinausgeht und dahingehend vorsorgt, ist das keineswegs verwerflich, sondern nötigt mir persönlich sogar Respekt ab.

    Ob Frau Römer das verwirklichen kann, wird die Zukunft zeigen. Der Status Quo ist allerdings nach wie vor (meines Wissens) ein einzelnes Ladengeschäft.

    Also wird hier der Versuch unternommen, die Träume und Ziele von Frau Römer in Beschlag zu nehmen, um “Apfelkind” künstlich auf die Augenhöhe von “Apple” zu hieven. Das überzeugt mich keinesswegs.

    Und ja: Es zeugt durchaus von Größenwahn, wenn ein global operierender Konzern sich auf den Weg begibt auf jedes Unternehmen loszugehen, das als Markenlogo einen Apfel in irgendeiner Form verwendet.

    Das Piktogramm eines Apfels ist nunmal nicht sehr variabel. Die Details machen es aus, und in den Details unterscheiden sich die Logos sehr deutlich. Das “Apfelkind”-Piktogramnm ist nicht angebissen, es enthält außerdem das Piktogramm eines Kopfes, der Stiel ist anders gestaltet, das Blatt am Stiel kommt der Darstellung Stiel-Darstellung von Apple nahe, aber es erschlißt sich, dass die Darstellung unterschiedliche Pflanzenmerkmale wiedergibt.

    Ich persönlich halte es für eine ähnlich Farce wie das Geschmacksmuster auf das Ipad: Flach, abgerundete Ecken und wenn man es einschaltet erscheinen Symbole auf dem Display. Diese Merkmale wies mein digitaler Bilderrahmen samt Uhrfunktion schon vor Jahren auf, da war die größte Errungenschaft Apples im mobilen Sektor gerade mal der Ipod.

    Was Apple betreibt ist meiner Ansicht nach die Pervertierung der Schutzrechte und dem sollte durch rechtliche Anpassungen dringend Einhalt geboten werden.

    Sonst verklagt irgendwann der Fernsehsender Sat1 den Internetdienstleister Google, weil das Senderlogo ein ein Kreis mit unterschiedlichen Farben ist, so wie das Logo des Chorme-Browsers.

    Das ist schlicht keine Frage der Größe oder Wertigkeit der involvierten Unternehmen, sondern eine Frage des Mißbrauchs von schutzrechtlichen Regelungen.

  59. HerrWinter

    So ein Quatsch. Tatsache ist doch, das selbst wenn die Dame vor hatte so etwas wie Starbucks zu machen, immer noch keine Ähnlichkeit zum Apple-Logo besteht. Und eine Verwässerung der Marke kann ich mir ebenfalls nicht vorstellen, es sei denn Apple verkauft auch Bonbons und Küchlein mit Kaffee und ich hab das noch nicht mitbekommen.
    “Einen solch umfassenden Schutz benötigt der Betreiber eines kleinen Cafés nicht.” – sagt wer? Belege? Warum nicht? Einfach so? Schon etwas wenig als Argument. Zum Schluss: Man kann natürlich unsympathisch finden, dass die Dame gerne wie Starbucks wäre. Aber dann von oben herab zu sagen: “Tja das sind die Regeln, lebe damit” ist in diesem Fall einfach billig. Noch hat sie kein multimilliarden Dollar Unternehmen im Rücken, sondern eben das Cafe in Bonn. Apple ist durchaus schon mit – sagen wir – etwas seltsamen Verständnis von Marken- und Patentrechten aufgefallen, die schon schwer nachvollziehbar sind. Davon was im Artikel? Nö…

  60. Tommi

    Hier hat sich offensichtlich noch niemand beschwert:

    http://www.habrock-cafe.de

  61. Tut nicht zur Sache

    Kommst es mir nur so vor, oder ist der Name der von den Herrn Jobs und Co. gegründeten Firma nicht schon eine eingetragene Marke der Beatles-Plattenfirma und 1976 sehr bekannt gewesen. Eine Firma dessen Name schon mehr oder weniger “geklaut” ist, versucht jetzt “ihre” Marke zu verteidigen. Wie lachhaft ist das denn?

  62. Langer

    So ein Schwachsinn… Die Logos haben doch mal absolut nix mit gemeinsam… Außer, dass beide Äpfel rund sind
    (aber das mit den “Rundungen” kennen wir ja schon von Apple vs. Samsung.), und dementsprechend ist es hier doch auch völlig egal, ob es um eine kleine Unternehmerin oder einen geplanten Weltkonzern geht.

  63. Jürgen

    Dass Frau Römer mit der Marke Franchising betreiben möchte, hätten Sie gar nicht in dieser epischen Breite spekulieren müssen. Das hat sie von Anfang an offen kommuniziert. Aber ja, David gegen Goliath ist das hier nicht. Zumal Apple ja eher präventiv aktiv geworden ist, niemanden in Grund und Boden geklagt hat und das wohl auch nicht vorhat. Der Versuch des Markenschutzes ist in diesem Falle verständlich.

  64. andreas.n

    Ich stimme hier der allgemein vorherrschenden Meinung nicht überein, dass in den Logos keine Ähnlichkeiten zu finden sind. Um Verwechslungsgefahr geht es ja nicht, aber es wird doch bewusst versucht, ein Spiel mit dem Apple-Logo zu inszenieren, in quasi umgedrehter Form. Der Biss als Aushöhlung des Apfels beim Apple-Logo ist beim Apfelkind der weisse Kinderkopf. Aus einiger Entfernung kann man auch nicht mehr erkennen wie: da fehlt was am Apfel, mit derselben Rundung, nur von der anderen Seite. Kann mir keiner erzählen, dass die Logo-Entwickler dieses Spiel mit den Formen nicht so zumindest bei der Erstellung bedacht hätten.

  65. Langer

    @Jürgen:

    “Der Versuch des Markenschutzes ist in diesem Falle verständlich.”

    Das ist jetzt nicht ihr ernst oder? Markenschutz beinhaltet bei Logos auch, dass sie unterscheidungskräftig sein müssen und das ist hier ja wohl der Fall (und um nichts anderes geht es hier).
    War irgendwie klar, dass das vom basicthinking-Blog kommt, ich lese bei Euch schon länger nicht mehr…

  66. mappel

    Apple hat tatsächlich eine Kombination aus dem Apple-Symbol und dem Schriftzug “The Apple Cafe” als Marke eingetragen und das in der Klasse, Gastronomie.
    Mit dieser Information hätte man das Vorgehen von Apple nachvollziehen könne. Warum der Autor als RA nicht drauf hingewiesen hat ist mir schleierhaft, damit hätte er gezeigt das unser Rechtssystem nicht doch so unsinnig ist, wie man manchmal denken könnte, sondern das nur die Berichterstatter einfach keine Ahnung von der Materie haben.
    Interessant wäre auch ob es denn zulässig ist einfach Marken auf Vorrat anzumelden ohne sie wirklich zu benutzen, mir ist nicht bekannt das man bei Apple oder in den Apple Stores Getränke bestellen kann.

    • frank

      Na, weil der Autor davon wohl selbst nicht wusste. Wie auch der erste Kommentar zum Beitrag inkl. anschließende Antwort vermuten lässt ;)

  67. Petra

    Immer wieder schön zu sehen, wie ein kleine Erwähnung im bildblog die Traffic auf einem anderen Blog steigern kann. Die Diskussion hatten wir schon länger hier:
    http://www.fakeblog.de/2011/10/21/apple-mahnt-cafe-apfelkind-in-bonn-ab/

    Markenrecht ist sicherlich ein schwieriges und für Anwälte äußerst lukratives Geschäft. Und die meisten Menschen, die keine Anwälte sind, haben da noch weniger Durchblick und halten mit dem natürlichen Instinkt zum David, nicht zum Goliath. Und ob selbst ein Franchise-Unternehmen “Apfelkind” mit dem großen iApfel verwechselt werden könnte ist doch fraglich. Wenn ich einen Gerät von Apple will, gehe ich ja nicht in ein Café.
    Und wenn ich Jack Wolfskin-Jacken kaufen möchte, google ich nicht nach dem “Glück-auf-4-Pfoten”-Hundeverein.

  68. peter

    Wo ist das Problem? Was soll die Empörung? Noch nie ein Patent oder Gebrauchsmuster angemeldet? Die Frau lässt sich eine Marke eintragen. Ihr (Patent)-Anwalt rät ihr, das Waren und Dienstleistungsverzeichnis so aufzublähen, dass alle ggf. später möglichen Waren und Dienstleistungen eingeschlossen werden. Das macht man doch immer so. Man wäre doch blöd wenn man das nicht machen würde.
    Also was soll die Aufregung hier?

  69. Caldwhyn

    Ich bin ja grundsätzlich auch gerne für die Kleinen aber hier muss man doch mal ganz nüchtern zusammenfassen:
    1. Das Logo ist nicht neu sondern samt Cafekonzept bereits existent – möglicherweise in Gänze… ähm (un)kreativ weiterverwendet sag ich mal.
    2. Apple hat nicht die Keule geschwungen sondern “brav” die Dame kontaktiert und ohne Kosten darauf hingewiesen so what?
    3. Auf der Website geht/steht wenig, aber die Aufforderung sich doch bitte wegen Franchise-Angeboten zu melden, aha.
    Ich bin sicher kein sonderlicher Freund der Apfeljünger (genauer: Das Zeug kommt mir nicht ins Haus!) aber hier seh ich jetzt keinerlei “aufregenswerten” Inhalt.
    Und woher die doch recht seltsame Rechtsauffassung, eine gewisse Größe erreicht zu haben bedinge den Verzicht auf die Verteidigung eigener Marken herstammt mögen mir doch die Vorposter mal eben erläutern.
    *kopfschüttelnd*

  70. lara

    ich habe selten so einen dämlichen artikel gelesen. selten! erstmal sollte mal mehr auf die angebliche ähnlichkeit des logos eingehen, denn: die ist einfach nicht gegeben. darf jetzt niemand mehr nen apfel benutzen außer apple?!? ein apfel sieht nun mal aus wie ein apfel und den hat apple nicht erfunden. was für ein schwachsinn! überdies möchte die junge frau natürlich mehr machen mit der sache, die sie da aufzieht und es ist nur klug, das alles schützen zu lassen, da steckt viel arbeit drin und zwar null auf kosten von apple. sie will mit sicherheit kein weltkonzern werden, aber baut sich da klug etwas auf, dass null mit apple zu tun hat und kein mensch hätte mit dem lächerlichen theater rechnen können! hätte der autor vernünftig nachgedacht und recherchiert, hätte er herausgefunden, dass frau römer ja GERADE mehr vorhat, als dieses eine cafe. sie ist am anfang ihrer arbeit gewesen und baut alles clever und gleichzeitig liebevoll auf. dazu gehören auch die patentgeschichte. sie will ja gerade noch ein paar cafes aufmachen, wenn alles gut läuft. und nochmal:
    frau römer hat null, aber auch null bewusst versucht, mit dem apple-logo zu spielen, das ist der schwachsinn schlechthin! es ist eigentlich eine freche unterstellung! ich habe die ganze geschichte mitbekommen, von anfang an und aus der nähe. alle hat das fax von apple wie der schlag getroffen. man verwendet einen apfel. hallo? einen apfel! gehört der apple? oder haben die den vielleicht geklaut? aus der bibel;) ?

  71. lara @ pekka

    sind denn hier alles größenwahnsinnig? wenn jemand mehr cafes aufmachen will, muss der doch nicht an sowas wie sturbucks denken. was soll denn der schwachsinnige vergleich? es gibt ne menge dazwischen! ich glaubs echt nicht! sie will einfach ein paar cafes aufmachen, nen onlineshop und artikel verkaufen. und dafür muss man sich eben absichern. es steckt arbeit hinter so was, man steckt geld da rein, also sichert sie sich ab. das ist nur klug. und was apple da sieht, ist einfach völlig, aber auch wirklich völlig lächerlich!

  72. lara @ andreas

    hallo? “mit der derselben rundung”? ein apfel ist nun mal nicht eckig und hat nun mal nur eine typische form. hätte sie einen eckigen apfel nehmen sollen? oder einen mit birnenform? lol

  73. lara @ mappel

    der artikel ist nicht nur nicht objektiv, sondern auch noch schlecht recherchiert. ganz davon abgesehen, dass dem verfasser wohl geschäftssinn fehlt.überdies: es gibt keine klage! es gibt nur einen widerspruch von apple, weil frau römer beim patentamt eintragungen hat vornehmen lassen!

  74. josephine + @mb

    der autor des artikel hat so gnadenlos schlecht recherchiert, dass es mich fassungslos macht. NATÜRLICH will frau römer gerne noch mehr cafes in zukunft aufmachen und das sagt sie auch und hat sie von anfang an gesagt. also hier von fassade des kleinen cafes zu sprechen: lächerlich. jetzt ist es ein kleines cafe und sie möchte gerne in zukunft ein paar cafes haben. den vergleich von sturbucks hat sie genommen, weil das auch eine kette ist, die jeder kennt. natürlich ist die größenordnung nicht angedacht von ihr und bestenfalls ein traum. aber sie will mehr aufmachen.
    und nochwas: apple möchte sich schützen, in dem es menschen verbieten will einen apfel zu verwenden als logo. EINEN APFEL! entschuldigung? ein apfel hat eine bestimmte form, das kann man nun mal nicht ändern. und den dürfen auch andere als apple verwenden. ganz davon abgesehen, dass das logo wirklich wenig ähnlichkeit mit dem apple-logo hat, dafür viele abweichungen zeigt.
    ist der autor von apple bezahlt worden oder warum geht er ohne gsunden menschenverstand an den artikel heran?
    und die frechheit von einer “schönen geschichte” zu schreiben, bringt mich gar auf die palme. es ist keine geschichte, um pr zu machen, lieber herr lampmann, sondern hier geht es um eine junge frau, die auf kluge und geschäfttüchtige, sowie liebevolle und fleißige arbeit versucht etwas auf die beine zu stellen. ein paar cafes, vieleicht auch mal in ein paar jahren viele und einen onlineshop. und das alles hat rein gar nichts mit apple zu tun.
    und an mb: der obige artikel hat im ansatz nichts mit objektivität zu tun! er baut auf vorurteilen auf und ist zudem auch noch schlecht recherviert, weil fehlerhaft. peinlich!

    • Dirk

      Sie werfen dem Autor also tatsächlich vor, er hätte nicht vernünftig recherchiert, sagen aber gleichzeitig, dass Apple ja der Café-Betreiberin das Logo für ihr Café verbieten möchte?

      Ich habe noch nie so herzhaft gelacht. Ernsthaft. Vielleicht sollten sie einfach mal recherchieren. Sie haben anscheinend den Fall noch nicht einmal ansatzweise verstanden und scheinen ihr Wissen nur von den üblichen Klatsch-Medien zu beziehen.

    • mb

      Sollten Sie sich zu diesem Thema einmal anderweitig informiert haben, werden Sie größtenteils Artikel in einem ähnlich empörten Duktus finden, wie Ihr Kommentar ihn offenbart. Das Problem ist: Ob das Logo Ähnlichkeit zum Apple Logo hat, ist fraglich. Darüber haben weder Sie noch ich zu entscheiden, sondern (sollte es überhaupt dazu kommen) ein/e Richter/in. Dieser Umstand ist auch im Artikel erwähnt. Es wurde weiterhin, im Gegensatz zu den meisten anderen Medien, darauf aufmerksam gemacht, dass hinter dem kleinen Kindercafé doch etwas mehr steckt. Außerdem wurde klargestellt, dass es sich keineswegs bereits um eine Klage seitens Apple handelt. Die Firma hat viel mehr die schwächste Form eines Versuchs des Rechtsschutzes gewählt, die ihr zur Verfügung stand. Ein Vorgehen, dass wie wir wissen für Apple (leider) nicht üblich ist.
      Diese Fakten wurden hier deutlich gemacht und offenbaren mehr Objektivität als die Darstellung der meisten anderen Journalisten und der aufgebrachten Kommentatoren.

  75. Bernd Moerken

    Wow, hier gibt es tatsächlich Leser, die zu dumm sind, zu verstehen, daß Apple das Apfelkind nicht verklagt hat.

    (Mal abgesehen davon, dass viele zu dumm oder bequem sind, den Unterschied zwischen Patent und Marke zu verstehen…)

  76. Braeburn-FX

    schlechter Artikel.

    Was die Apfelkind-Frau mit ihrem Unternehmen vorhat,
    ist doch ihre Sache. Und wenn selbst wenn sie mal ein Global Player werden sollte, Apfelkind-Kleidung verkauft, Fernsehsender besitzt,
    Parteien gründet, zum Mond fliegt WHATEVER!

    Es geht hier um das Logo und deren Ähnlichkeiten. Klar, ein viraler Effekt
    ist nicht zu leumden und gute Werbung für ihre Franchise-Vorhaben.

    Hätte ich so ein Unternehmen und ein wahnsinniger Konzern würde
    diesmal mich aussuchen, um ihre Rechtsgeilheit auszuquetschen,
    dann würde ich auch zu den Massenmedien gehen…

    Vergleiche hierzu die Pfoten der Welt unter den Pfoten Jack Wolfskins:

    http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/

    Fazit: Ihr Artikel ist schlecht und womöglich von Apple
    gesponsort…

  77. sound

    Danke für den Artikel und danke für die haarsträubenden Kommentare!
    Wirklich spektakulär, wie wenig die meisten Kommentatoren von unserem Rechtssystem verstehen, und trotzdem in den Blog kotzen.

    Am besten war: ich kaufe nie mehr Apple Produkte, ach, ich hab ja gar keine! *made my day*

  78. Jurassic

    Bei der Masse an Artikel, für den die gute Frau markenrechtlichen Schutz beansprucht besteht für Apple — ein mir ansonsten vorsichtig formuliert nicht unbedingt nahestehendes Unternehmen — doch das kaum zu leugnende Risiko, dass für den Fall, dass Apple selbst, beispielsweise im Rahmen von Werbeaktionen, einen solchen Artikel produziert der Rechteinhaber (der nicht unbedingt identisch mit Frau Römer sein muss, wer weiß heute schon, wer ihre Markenrechte in zehn Jahren aufgekauft haben könnte) um die Ecke kommt und unter Hinweis darauf, dass sich Apfelkind-Kekse und Apple-Cakes mit jeweiligem Logo darauf zu ähnlich seien und dass Kekse nun deutlich näher am Apfelkind-Café als am Apple Computer verortet sind sein Schutz in Anspruch nimmt. So unsymphatisch mir Apple als Unternehmen auch sein mag, aber das ein solcher Konzern seine legitimen Interessen rechtlich verteidigt, und zwar im Zweifel auch vorausschauend und vorbeugend, halte ich für völlig normal und verständlich. Täte er es nicht, so müssten sich die handelnden Personen im Fall der Fälle hinterher fragen lassen, wieso sie die Interessen ihres Unternehmens nicht ausreichend vertreten haben.

  79. Dirk

    Es ist immer wieder das Gleiche:

    Wagt sich jemand, auch nur ansatzweise etwas zu schreiben, dass nicht gegen Apple ist, so kommt gleich eine Horde von Trollen, meist noch nicht einmal volljährig, wild kreischend angehüpft und verkündet laut, dass man sich sicher ist, dass der Beitrag ja bestimmt von Apple gesponsort sei. Dass einem Fachanwalt für Markenrecht von einer Horde anonymer Menschen, die sich aufführen, als wären sie gerade aus dem Zoo ausgebrochen, vorgeworfen wird, er würde sich nur bezahlen lassen und Blödsinn schreiben, ist peinlich. Dass diese Horde dann noch gleichzeitig zeigt, dass sie eigentlich überhaupt nicht verstanden haben, um was es überhaupt geht, ist noch viel peinlicher.

    Aber das ist typisch in letzter Zeit: Wer nicht gegen Apple ist, hat ja schließlich absolut keine Ahnung.

  80. Kim

    PS: dieser Artikel wurde auf einem mac verfasst.huldigt dem Apfel…dieser Kommentar wurde von einem Ei-phone gesendet,alter Kalauer…

  81. verena

    um mal einen anderen Blickwinkel in die Diskussionen einzubringen. Mein Mann mit dem Ersten Blick auf das Apfelkind Logo ein weibliches Hinterteil.

  82. Elseken

    Ob Apple Recht hat sei mal dahingestellt, ein Apfel ist m.E. Allgemeingut, aber die gute Dame hat bewußt die Öffentlichkeit gewählt, um darauf aufmerksam zu machen. Eine bessere und dazu kostenlose Werbung wird sie nie bekommen. David gegen Goliath zieht halt immer. Apple Bashing ist halt in Mode ;-). Das Logo ist bewußt so gewählt, wer dies kreiert hat, wußte genau was er/sie tat. Für mich siehts eher aus, als wollte die Betreiberin auf Opa Joop’s WUNDERKIND Welle mitreiten. Das glaube ich schon eher.

  83. karpatenhund

    Guter Blogbeitrag.
    Man muss nunmal strikt unterscheiden zwischen dem aktuellen Patent- und Markenrecht und der Frage, wie man sich die Welt wünschen würde. Ob das Markenrecht in seiner derzeitigen Form sinnvoll ist steht hier nicht zur Debatte. Der Inhaber einer Marke ist derzeit gezwungen, seine Marke zu verteidigen. Ansonsten geht er mit seiner Eintragung früher oder später baden. Das kann nicht im Interesse eines Markeninhabers sein, der von seiner Marke sehr ausgiebig Gebrauch macht.

    Ob Apple letztendlich mit seinen Wünschen durchkommt, steht erstmal in den Sternen. Eine gewisse Ähnlichkeit der Logos kann man jedenfalls nicht leugnen, so dass das Verhalten von Apple weder irrational noch illegitim ist. Wer im Teich mit den großen Fischen mitschwimmen möchte muss damit rechnen, dass er möglicherweise gefressen wird.

    Allerdings muss man der Cafébetreiberin für ihr Verhalten Respekt zollen: Offensichtlich versteht sie es, mit den Medien umzugehen; etwas besseres als so eine Berichterstattung kann sie sich kaum wünschen.

    Zu den negativen Kommentaren zu diesem Artikel kann ich nur sagen: Sorry, ihr versteht das Markenrecht nicht. Dass die Frau derzeit nur sehr beschränkt tätig ist, ändert nichts daran, dass Apple nach der derzeitigen Rechtslage grundsätzlich ein Interesse daran haben muss, seine Marke zu schützen. Man könnte den Gedanken mal weiter spinnen: Wenn Apple bei jedem Konkurrenten wartet, bis das Unternehmen diesem auf Augenhöhe begegnet, ist es rechtlich viel zu spät, um noch viel auszurichten. Dann wird es für Apple gefährlich.

  84. bildraum

    Der Logokonflikt ums Apfelkind wird spätestens dann so richtig interessant, als dass man vermuten könnte, dass das Bonner Logo von diesem isländischen Cafe inspiriert wurde: https://www.facebook.com/idunnareplid.is bzw. logo auch hier http://idunnareplid.is/myndir.html … vermutlich hat sich da jemand “inspirieren” lassen…

  85. Waldi

    Ich sympathisiere auch mit der Cafébesitzerin. Ich nehme an, bei ihr kann man gewiss wesentlich mehr Assoziationen Produkt Apfel ziehen als bei den Plaste- und Metall-Erzeugnissen des großen Computer- und Smartphoneabzockers.

  86. Meiner Meinung nach...

    … würden sich die Leute erst am “apfelkind” stoßen, wenn es irgendwann so groß gewesen wären, dass es jeder auf der Welt gekannt hätte und unter menschenunwürdigen Bedingungen Kuchen in China backen lässt und seltene Apfelsorten in afrikanischen Höhlen von Kindern pflücken lässt! :P

    Apple ist mir sehr sympathisch, indem sie gegen eine Frau vorgehen, die gerne mal so groß wie Starbucks sein möchte – noch eine supertrendy, jet-set-hippe Kaffeebar, die sicherlich auf Nachhaltigkeit im großen Stil setzt braucht kein Mensch! Ein neues iPhone oder einen Mac hätte ich hingegen schon gerne…

  87. Oliver

    Ich kann keine Ähnlichkeit mit dem Apple-Logo erkennen, außer halt, dass dort auch ein Apfel verwendet wird. Und einen Apfel wird doch wohl jeder verwenden dürfen. Nicht?

    Wenn große Firmen so bescheuert sind, alltägliche Gegenstände als Marke zu benutzen, dann sollte man ihnen da nicht auch noch Recht geben. Egal ob O2, Apple oder sonst irgendeine Marke. Und wie ich schon sagte: mal abgesehen davon, dass man da einen Apfel erkennen kann, gibt es KEINE Ähnlichkeit.

    Diese blöden Patentnazis sind die reinsten Innovationsbremsen. Dieses Patentrecht gehört abgeschafft!

  88. Franky

    Bei aller Phantasie, aber es ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar, wie jemand aus Bonn, mit der Idee ein Café zu eröffnen und später das via Konzessionsverkauf weiter zu führen, damit spielt einen internationalen Konzern auf die Füße zu treten, damit dieser sich wehrt, das wiederum publik wird und dann daraus Werbung für das Café wird.

    Sorry, aber da glaub ich ja noch eher an die Märchengeschichten aus den Büchern meines Töchterchens.

    [quote]man sich nicht später einmal die Verwässerung der eigenen Marke vorhalten lassen will[/quote]

    Wow, ein Café aus Bonn – und dann später mal u. U. eine Kette im max. deutschsprachigen Gebiet (wenn sie es international angelegt hätte, wäre der Name unsinnig) – wäre in der Lage mit einem Kinderkopf in einem Apfel die Marke Apple zu verwässern.

    Mir kommen die Tränen :’(
    - fängt schon an, die Verwässerung

  89. Die Wahrheit....

    … liegt wohl irgendwo dazwischen. Die Presse hätte nichts davon erfahren, wenn die unbedarfte Cafébesitzerin sie nicht informiert hätte. Bis vor wenigen Tagen kannte niemand in der Welt das Café Apfelkind. Heute schon. Die Kosten für die Markenanmeldung und die Registerlöschung sollte sie damit wohl wieder raus haben ;) Sie wird vielleicht wirklich das Logo nicht mit Absicht an Apple angelehnt haben. Aber es ist nun mal so, dass eine Wort/Bildmarke sich mit so und so viel Prozent (genaue Maße weiß ich gerade nicht) von einer bestehenden unterscheiden muss, sonst kann eine bestehende Marke dagegen vorgehen. Ob es nun subjektiv gesehen zur Verwechslung kommt oder nicht ist unerheblich. Apple ist im Recht und die Cafebesitzerin im Unrecht. So ist es nun mal. Aber sie hat die Situation perfekt zur Selbstinszinierung genutzt und dadurch mehr Nutzen als Schaden gehabt. Clever und gut gemacht, kleines Apfelkind. Chapeau für die PR ;)

  90. Herr W

    Ich bin doch recht befremdet über den Blog-Eintrag sowie gewisse Kommentare hier.

    Eine Ähnlichkeit oder gar Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Logos ist ja wohl eindeutig nicht gegeben.

    Das fängt bei der anderen Farbe, Form, dem Stiel, der anderen Ausrichtung des Blattes, dem Schriftzug und dem Fehlen des “Anbisses” an – und endet – es ist fast erschreckend es erwähnen zu müssen – damit, dass da im einen Fall _der Kopf eines Kindes_ im Symbol drin steckt.

    Gemeinsam ist hier einzig, dass es sich in beiden Fällen um einen Apfel handelt und dass dieser (wie bei Logos häufig) zweidimensional dargestellt wird. Dass man bei der Wahl einer so allgemeinen und naturgegebenen Thematik nicht damit rechnen kann, dass die restliche Welt in Zukunft darauf verzichten wird, dürfte sich von selbst verstehen.

  91. Peter

    interessant zur beurteilung, ob verwechslungsgefahr besteht, dünkt mich folgende tabelle:
    http://www.decisions.ch/verwechslungsgefahr
    es ist eine zusammenstellung von kennzeichenrechtlichen entscheiden aus der schweiz. in all diesen fällen wurde auf verwechslungsgefahr entschieden. wie das wohl im vorliegenden fall gewesen wäre?

  92. hillbilly

    Ich verstehe nun garnicht, wo das Problem ist. Auf wessen Seite man auch steht: Eine Firma darf ihr Logo verteidigen gegen wen und was es will.

    Apple kann auch (versuchen) gegen den Hersteller von Zahnpasta klagen, weil dort ein Falke auf der Tube zu sehen ist. Ob es nun lächelrich ist, oder nicht, sei dahin gestellt. Gerichte werden recht sprechen und entweder sucht sich eine Partei ein neues Logo, oder beide verkaufen nebeneinander ihre Äpfel.

    Ob nun Vorstadtcafé, oder Weltweites Franchise – man muss sich halt überlegen, welches Logo man verwendet. Gerade dann, wenn man vor hat (international?) zu expandieren.

  93. era

    Apples aggressives juristisches Vorgehen bei jeder auch noch so kleinen Ähnlichkeit ist schon bemerkenswert. Insbesondere, da die Designabteilung in Cupertino scheinbar jedesmal, wenn man mal wieder ein “bahnbrechendes” neues Produkt auf den Markt bringen möchte, ganz offensichtlich als allererstes die Braun-Designfibel aus dem Schrank holt. Dreister hat sich wohl selten jemand einer “Inspirationsquelle” bedient:
    http://www.zweipunktnull.org/blog/2011/04/19/apple-vs-samsung-und-wann-schaltet-sich-eigentlich-braun-ein/

    Merke: Wenn Apple-Produkte Ähnlichkeiten mit den Werken anderer aufweisen, dann ist das Ehrung des Originaldesigners. Wenn Produkte anderer Ähnlichkeiten mit Apple aufweisen, dann ist das ein Verstoss gegen das Markenrecht…

  94. Obst-Händler

    Es ist wirklich auch interessant WIE diskutiert wird, willkommen Demokratie. Aber nun zu dem WAS diskutiert wird: Offen für mich sind folgende drei Punkte:

    1) hat die Bonner Gründerin die Idee aus Island übernommen?

    2) hat Apple der bonner Gründerin erlaubt das logo für’s Restaurant zu nutzen nur nicht andere Waren?

    3) Hat das Kindercafé in Island jetzt auch schon Ärger mit Apple?

    4) Verklagt das Isländische Café die Bonnerin, weil nur durch den Bonner Hype Apple auf Island kam?

    5) Kann ich als Obsthändler weiterhin rote Äpfel verkaufen (übrigens die Sparkasse will gegen das Santander-Bank rot vorgehen! Bonner Gründerinnen aufgepaßt!!)

    6) Hat das Isländische Café die Bankenkrise ausgelöst?

    7) Wer weiß Antwort?

  95. Hans C. Anders

    Mal auf dem Teppich bleiben, auch wenn man dank Apple-Wahn getrübte Sinne hat!

    Darf man jetzt keine einzige Marke mehr anmelden, die im weitesten Sinne etwas mit einem Apfel zu tun hat? Ich persönlich sehe keinen Zusammenhang mit der Marke Apple und ihrem Geschäftsmodell und keinen zwischen dem Namen Apfelkind sowie dessen Logo und Apple.

    Sollte mal meinem Gemüsehändler an der Ecke nur so zum Spaß vorschlagen seinen Laden in “Apfel & Co” umzubennen und als Marke eintragen lassen. Nur für den Fall, dass er irgendwann vor hat zu expandieren :)

  96. HJTH

    Und so was ausgerechnet von Amerika, wo Unternehmen mit speziellem Status wie “women owned” und “small business” bevorzugt behandelt werden, wenn es um Aufträge geht! Und wer hat ein höheres moralisches Recht, einen Apfel im Logo zu verwenden – ein Café, in dem es Apfelkuchen gibt, oder eine Computerfirma? Ich finde, dass apple Computer zu den besten Produkten der Computerbranche gehören, würde aber nie einen Apfel-Computer kaufen – im Deutschen ist diese Verbindung geradezu lächerlich! Es scheint, dass hier Anwälte systematisch versuchen, ihren Lebensunterhalt zu rechtfertigen.

  97. Boris

    Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel. Zumindest weiss ich jetzt schon mal wen ich niemals als Anwalt engagieren würde.

  98. Dieter

    Wow, dieser Artikel wirkt ja so unparteiisch.

    Selbst wenn die Dame große Pläne mit ihrem Cafe hat, darf sie das nicht?

    Fakt ist nun mal, das weder der Name noch das Logo irgendeine besondere Ähnlichkeit mit dem Aplle Logo hat.
    Nein, vielmehr scheint Apple zu glaube, das jegliche Apfelsilhouette gegen seine Rechte verstößt.
    Das ist die typische Vorgehensweise bei großen US-Konzernen, ihre Rechte aggressiv so weit auslegen wie irgendmöglich, damit nur ja keiner auf die Idee kommt daran zu kratzen.
    Aber noch ist das hier nicht die USA.

  99. cymanfab

    scheiß apple

  100. Eike Hagebölling

    Natürlich hat die Betreiberin hier größere Ziele und das ist auch gut so. Kreativität und Geschäftsinn sollte raum gebeten sein. Was mich aber ernsthaft stört und wo ich sagen muss: Lieber Herr Lampmann von einer berechtigten Klage und “an Spielregeln” halten zu sprechen entbehrt sich hier jeder realitätsnähe! Ist das ein Milliarden TECHNOLOGIE !!!!! Konzern meint weil ein Apfel drin vorkommt könnte es seine Kunden verwirren oder MArkenrechte beeinflusst werden ein kleines aufstrebendes Unternehmen mit einem unendlichen Rechtsstreit in die ecke drückt! OHNE !!! Erklennbaren grund! Denn jeder Mensch, selbst mit eingeschränkter seh kraft erkennt einen klaren unterschied! Oder geht Apple grundsätzlich davon aus das seine Kunden entsprechend kurzsichtig, bildungsfern oder fremdorientiert sind das sie bei allem was einen Apfel in sich führt gleich ein Apple Store oder ähnliches vermutet. Wenn dem so wäre, denke ich wäre es ganz klar an der Zeit die Schöpfungsgeschichte zu überabreiten, denn wieviele unahnende Apple Jünger sitzen wöchentlich in der Kirche auf der erwartung das eine Frau namens Eva ihnen einen angebissenen Apfel schenkt welcherr das ultimative techologie und design objekt ist.

  101. Kristoffer Sixten Frommhold

    Was sich apple da mal wieder rausnimmt. Der Apfel als Apfel an sich ist soweit ich das mitbekommen hab geschütztes Logo von AppleRecords.

  102. Dr. Redecker

    Egal, wer sich wie hinstellt… Ein Apfel ist nach meinem gesunden Menschenverstand noch etwas relativ “Freies” auf der Welt und ich habe heute sogar in einen Apfel gebissen und ihn hinterher in den Papierkorb geworfen… In den USA hätte ich das Gleiche mit einem Apple gemacht… okay, wenn ich jetzt zweideutig denke, könnte das auch bedeuten, dass ich in ein IPhone gebissen habe und den Müll dann wegwarf… Wegen Verunglimpfung könnte ich dann belangt werden…also zumindest wäre das für einen Juristen und Weltkonzern nachvollziehbar, wenn man den Anderen mundtot machen möchte. Naja und wenn sich dieser Apfelesser, dann auch noch als so dreist erweist und täglich mehrere Äpfel wegschmeißt, dann ist das auch nicht mehr ein Einzelfall, sondern vielleicht führt er dann was Großes im Schilde, das Apple gefährlich werden könnte… Ha, ha, ha.

    Sorry, die haben doch einen an der Waffel, äh am Apfel

    Mag ja sein, dass man bei einem Apfelsymbol, das wie ein Apfel aussieht auch an “Apple” denkt, aber das Symbol ist nun mal nicht dem Applesymbol ähnlich und ich kann nur hoffen, dass Apple eine Niederlage erringen wird.

    Erst Lightning-Anschluss und dann sowas… Also ich mag die Apple-Produkte, aber die Rechtsanwälte haben dort leider keinen gesunden Menschenverstand, sondern denken nur ans Verdienen…..

    Gibt es noch sowas wie Moral? Das Ganze ist pervers und es gibt Leute, die sich dafür auch noch hergeben…Grusel Grusel

  103. kirikat

    Für mich ist die Argumentation des Artikels nicht wirklich nachvollziehbar. Was ändert die Tatsache, dass Frau Römer mit ihrem Café eventuell größeres vorhat, an dem Streit an sich ? Ob die Marke Apfelkind nun für ein kleines Familiencafé oder für ein größeres Franchiseunternehmen steht ändert nichts daran, dass sich die Logos absolut nicht ähneln (außer, dass beide einen Apfel beinhalten). Apple scheint ja nun selbst erkannt zu haben, dass es in dieser Sache nichts zu gewinnen gibt und dass sich der Konzern höchstens lächerlich und unbeliebt macht.

    Ich bin keine Rechtsexpertin und kann nicht beurteilen, ob Apple vor Gericht wirklich eine Chance gehabt hätte. Wenn ja, dann halte ich das für eine gefährliche Entwicklung und eine Pervertierung des Markenrechts. In ein paar Jahren ist es dann gar nicht mehr möglich, irgendein Logo zu entwickeln, weil alle Symbole und Gegenstände geschützt sind – Baum, Haus, Vogel, Fahrrad, Kreis, Viereck, Strich,… Wo wird die Grenze gezogen, wenn das Schule macht ?

  104. Taifun

    Da hatte doch tatsächlich ein Obsthändler in meiner Stadt die Frechheit, Äpfel in der Aussenauslage zu platzieren. Im Vorbeigehen habe ich natürlich gedacht, ich könnte hier das neueste IPhone kaufen… man kann sich vorstellen, wie enttäuscht ich war, als ich nur Obst- und Gemüse angeboten bekam! Sowas verwässert doch die ganze Marke Apple! Und als ich dann noch erfahren habe, dass der Obsthändler seine Ware aus der ganzen Welt bezieht (Südafrika, Australien, Südamerka… ein Weltkonzern!!!!!), habe ich mich sofort an meinen iMac gesetzt und eine Mail an Apple geschrieben, dass sie den Obsthändler mal so richtig einen vor den Latz knallen sollen! So geht das doch nicht!

    “mb
    4. November 2011 um 13:39 · Antworten

    Immer langsam mit den jungen Pferden. Wer hier dem Autor Käuflichkeit unterstellt hat anscheinend den Artikel nicht gelesen. Viel mehr ist das die erste halbwegs objektive Meldung zu dem Thema.”

    Oha, den Artikel als “objektiv” anzusehen, halte ich für äusserst bedenklich. Das erklärt einiges.

  105. kein_apple_nutzer

    Merkwürdig, hier so ein Geschwalle von manchen zu lesen in der Richtung “wer bezahlt den Artikel” usw.. Der Beitrag legt doch klare Argumente vor, warum die Geschichte von der bemitleidenswerten Kindercafe-Besitzerin offenbar nicht den Tatsachen entspricht, sondern es um Business geht, und Apples Vorgehen völlig legitim ist. Möglicherweise hat die Fa. “Apfelkind” das Ganze strategisch geplant, in der Hoffnung auf Transfereffekte.

    Aber solche David/Goliath-Geschichten erzählen sich eben gut, und manche hören sie auch gerne.

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